Unvergessen


Diese Seite widme ich all den Vierbeinern, die mich Zeit meines Lebens begleitet haben.

 

Mit "Senta", einem Schäferhund- Collie- Mix, wuchs ich auf.
Während andere Kinder abends mit ihrem Stofftier im Arm einschliefen, hatte ich meine Senta. Heimlich kam sie jede Nacht in mein Zimmer und kuschelte sich mit unter die Decke.
Wenn mich dann meine Mutter am kommenden Morgen weckte, hob Senta nur ihren Kopf, als ob sie sagen wollte: "Sooo früh aufstehen?!" und schlief dann weiter. Im Ort kannte Senta jeder. Zu Zeiten, an denen man seinen Hund noch frei im Ortskern laufen lassen konnte, war Senta regelmäßiger Besucher der örtlichen Eisdiele und des Bäckers.
Sie war ein Schatz, verträglich mit allem was zwei und vier Beine sein eigen nannte. Senta wurde stolze 16 Jahre alt. Auch heute noch denke ich oft an sie zurück und werde sie wohl immer vermissen.

 

 

Als unsere Senta etwa zwölf Jahre alt war, beschlossen meine Eltern einen zweiten Hund ins Haus zu holen.
Ein Schäferhundwelpe namens "Sina v.d. Freibergerhöh" brachte fortan das ruhige Familienleben auf Trab. Der kleine Feger hatte es faustdick hinter den Ohren und zerlegte auch gerne mal das ein oder andere Inventar.
Leider wurde Sina als Junghund mehrfach gebissen, so dass sie mit ihren Artgenossen nicht mehr viel am "Hut" hatte.
Im Haushalt konnten wir aber bald die gängige Rangordnung wieder herstellen. Sina genoss die Abende vor dem Fernseher und liebte es gekrault zu werden. Leider hatte Sina schwere HD, die sich im Alter von acht Jahren sehr deutlich zeigte. Ihr Zustand verschlimmerte sich binnen weniger Monate derartig, daß wir keinen anderen Ausweg sahen, als sie von ihren Schmerzen zu erlösen. Für die Zeit, die ich mit Sina verbringen durfte, bin ich sehr dankbar und ich werde sie nie vergessen.

 

 

Nachdem unsere Sina doch ein schmerzliches Loch im Familienleben hinterließ, beschlossen meine Eltern und ich einen Schäferhundrüden aus dem Tierheim zu holen.
Barry war bereits drei Jahre alt und hatte bis dato nicht viel Freude am Leben. Der Vorbesitzer hatte seine Aggressionen an diesem armen Wesen ausgelassen. Zahlreiche Wunden am Körper und aufgeschnittene Pfoten zeigten eindeutig, welchen Qualen dieser Hund ausgesetzt worden war.
Eine miserable Muskulatur an den Hinterläufen bestätigte, dass Barry aus einer sehr schlechten Haltung kam.
Anfangs verhielt er sich meinem Vater gegenüber sehr distanziert. Es gelang ihm jedoch mit seiner ruhigen Art und viel Geduld, Barry`s Vertrauen zu gewinnen. Das Eis schien gebrochen und Barry fasste von Tag zu Tag mehr Vertrauen zu unserer Familie.
Mit der Zeit wurde Barry, zur Freude meiner Mutter, eine richtige Schmusebacke. Viele Spaziergänge mit meinem Freund Dirk und Barry am Rhein folgten. Mit ihm machte ich dann auch meine ersten "Gehversuche" im Hundesport. Allerdings war Barry für eine Ausbildung viel zu ängstlich, so dass wir beschlossen ihn als reinen Familienhund zu halten, der uns sehr viel Freude bereitete.
Im Laufe der Zeit bildeten sich jedoch immer wieder Hautprobleme, die vielen Fachärzten Rätsel aufgaben. Von Homöopatie bis Kortison haben wir alles versucht, dem Hund die Schmerzen durch aufgeplatzte Hautstellen zu nehmen. Letztendlich konnte nur ein Tierarzt aus Düsseldorf eine richtige Diagnose stellen. Leider litt unser Barry an einer schweren Autoimmunkrankheit, die seinen Körper dazu veranlasste gegen seine eigene Haut zu kämpfen. Die Hoffnung, dass unser Barry wieder gesund werden würde, wollten wir bis zum Schluss nicht aufgeben.
Sein Zustand verschlimmerte sich allerdings dramatisch und der Tag kam, an dem wir Abschied nehmen mussten. Auch wenn die Zeit, die wir mit Barry verleben durften, nicht so lang war, hatten wir ihn sehr in unser Herz geschlossen.
Dankbar sehe ich auf diese Zeit zurück und werde sie immer in Erinnerung behalten.

Danke!

Nach oben